Studenten der Fachhochschule Osnabrück besuchen Windpark
Erfolgreicher Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis besteht seit 2004
Grau ist alle Theorie – getreu dieser Erkenntnis besuchten zwanzig Studenten und Studentinnen der Fachhochschule Osnabrück und ihre Dozenten den Windpark Lachendorf-Spechtshorn im Landkreis Celle. Hier hatten sie erstmals die Gelegenheit, eine moderne Windenergieanlage der Unternehmensgruppe Dezentrale Energie (UDE) aus Neustadt a. Rbge./Region Hannover vor Ort und in Betrieb zu erleben.
Anlass des Besuchs im Windpark ist ein praktisches Projekt, das die Studenten in diesem Semester beschäftigt. „Wie wird ein Windpark entwickelt?“ lautet das Thema, mit dem sich die Studierenden der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Betriebswirtschaft und Management an der FH Osnabrück in ihrem zweiten Studienjahr beschäftigen. Unter der Leitung von Prof. Dr. Norbert Tonner vom Institut für Steuer- und Wirtschaftsrecht und seiner Kollegin Abigail Joseph-Magwood, Lehrbeauftragte für Organisation und Kommunikation, bearbeiten die angehenden Wirtschaftsexperten Projekte, die auf realen Gegebenheiten basieren.
Hier nun dient ein Windpark-Projekt als Vorlage, das die Unternehmensgruppe Dezentrale Energie im Jahr 2010 im Landkreis Celle realisieren wird. In der Gemeinde Ahnsbeck, in direkter Nachbarschaft des bestehenden Windparks, werden zwei weitere baugleiche Anlagen errichtet. In mehreren Teams untersuchen die Studenten nun die rechtlichen, wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, erstellen Planbilanzen, Steuergutachten und Marketingkonzepte.
Entstanden ist der Kontakt der FH Osnabrück und der Unternehmensgruppe Dezentrale Energie durch deren Geschäftspartner, die in Osnabrück ansässige Dezentrale Energie Agentur GmbH. Die Studenten erhalten von uns alle Unterlagen, nur nicht die realen Zahlen“, erläutert Christian Zydat, Geschäftsführer von deag Energie.
„Ein enger Kontakt zu Hochschulen und ähnlichen Institutionen sowie ein wechselseitiger Austausch ist uns sehr wichtig. Insofern begrüßen wir dieses Lehrangebot, das wir seit 2004 bereits zum zweiten Mal unterstützen“, sagt Dr. Alexander Jäger-Bloh, Leiter und Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Dezentrale Energie.
Der Besuch im Windpark vor Ort bot nun den Studenten Anlass für eine Reihe von Fragen, die Christian Zydat ausführlich beantwortete. Nach der Besichtigung einer Anlage vom Typ Enercon E82, legten die Studenten großen Wert darauf, auch einen Blick auf die Flächen zu werfen, auf denen die Anlagen „ihres“ Projekts stehen werden. „Es ist uns sehr wichtig, den Anlagenstandort genau zu kennen. Nur dann können wir beurteilen, ob zum Beispiel die Zuwegung und der Netzanschluss problemlos möglich sind“, begründen Steffi Schäfer und ihr Kommilitone Matthias Haupenthal ihr Interesse. Eine erste Zwischenpräsentation der bisherigen Erkenntnisse und Ergebnisse hat schon stattgefunden. Im Dezember werden die Endergebnisse vorgestellt. „Wir hoffen, dass dann auch die Studenten zu dem Schluss gekommen sind, dass unser neues Windenergie-Projekt eine gute und tragfähige Investition ist“, sagt Christian Zydat lächelnd.
Mittwoch, den 18. November 2009 um 17:40 Uhr
